VorderhausSechs Zonen, und in jeder sind mehr Ausweise ausgegeben als Plätze da sind
Im Norden des Bezirks sind 2023 sechs Parkzonen in Betrieb gegangen, die Nummern 84 bis 89. Die Parkzonenreports der Senatsverwaltung stellen für jede Zone die Zahl der öffentlichen Stellplätze der Zahl der ausgegebenen Bewohnerparkausweise gegenüber. Das Ergebnis ist in allen Zonen dasselbe, es unterscheidet sich nur im Ausmaß.
- Zone 85, Barbarossaplatz, seit 01.04.2023: 2.029 Stellplätze, 2.471 Ausweise, 122 Prozent
- Zone 88, Richard-von-Weizsäcker-Platz, seit 21.07.2023: 2.918 Stellplätze, 3.611 Ausweise, 124 Prozent und damit der höchste Wert im Ortsteil
- Zone 89, Schöneberger Insel, seit 28.08.2023: 2.228 Stellplätze, 2.472 Ausweise, 111 Prozent
- Zone 84, Bayerischer Platz, seit 30.10.2023: 104 Prozent
- Zone 86, Großgörschenstraße, seit 01.04.2023: 116 Prozent
- Dazu Zone 87, Volkspark, für die der Report keine Belegungszahlen ausweist
SeitenflügelWas das Bezirksamt verlangt, und was Sie dafür bekommen
Zuständig ist die Straßenverkehrsbehörde des Bezirks, in dem das Halteverbot eingerichtet wird. Ein formloser Antrag genügt, besondere Voraussetzungen gibt es nicht. Die Gebühr beginnt bei 21,00 Euro und richtet sich nach Umfang und Dauer der Zone.
Und hier steht der Punkt, an dem die meisten Umzüge in Eigenregie hängenbleiben: Das Amt erteilt die Anordnung, es liefert aber keine Schilder. Wer die Zone selbst beantragt, muss anschließend einen Betrieb für Baustellenabsicherung beauftragen, denn nur solche Betriebe dürfen die Schilder beschaffen und aufstellen. Zwei Vorgänge, zwei Rechnungen, zwei Termine.
Bei uns ist beides ein Posten. Schilder an der alten und der neuen Anschrift kostet ab 89 €, Antrag beim Bezirksamt, Aufstellen und Abholen sind drin. Wird nur an einer Seite geladen, reicht die kleinere Fassung für ab 59 €.
QuergebäudeRund vier Wochen: die Zahl, die den Termin bestimmt
Die Dienstleistungsbeschreibung des Landes nennt für die Bearbeitung rund vier Wochen. Der Bezirk rechnet für den Antrag mit rund vier Wochen, und deshalb ist der Vorlauf für das Parkverbot in der Regel die längste Frist des ganzen Umzugs, länger als die Kündigungsfrist beim Stromanbieter und länger als die Lieferzeit für Kartons.
Wer uns anruft, sobald der Termin steht, hat diesen Punkt vom Tisch. Wer drei Tage vorher anruft, bekommt von uns eine ehrliche Antwort: Wir stellen den Antrag trotzdem, aber wir versprechen keine Anordnung mehr. In diesem Fall planen wir gleichzeitig die Alternative, also eine längere Tragestrecke und eine Kraft mehr.
Ein Umzug am Monatsletzten ist dabei der schwierigste Fall, weil dann besonders viele Anträge zusammenkommen. Wenn Sie beim Termin die Wahl haben, nehmen Sie die Wochenmitte.
DachgeschossWie viele Meter Sie brauchen, und auf welcher Seite
Die Länge der Zone richtet sich nach dem Fahrzeug und nach dem, was daneben passieren muss. Für einen Wagen mit 21 Kubikmetern und eine Ladeklappe rechnen wir mit etwa drei Fahrzeuglängen, weil hinter dem Wagen der Raum zum Ausklappen und Rangieren frei bleiben muss. Kommt ein Möbellift dazu, braucht er eine eigene ebene Fläche daneben.
Die Seite entscheidet sich am Haus, nicht am Schreibtisch. Bei einer Wohnung im Vorderhaus liegt die Zone vor der Haustür. Bei einer Wohnung im Quergebäude ist die richtige Stelle oft nicht die Haustür, sondern die Hofeinfahrt, damit der Wagen in den Hof kommt und die Tragestrecke im Hof endet statt auf dem Gehweg.
Auf großen Durchgangsstraßen mit Mittelstreifen und Busverkehr scheidet eine Zone praktisch aus. Dort weichen wir in die nächste Seitenstraße aus und planen den längeren Weg ein. Das sagen wir vorher, damit es nicht als Überraschung auf der Rechnung steht.
Hof und DurchfahrtDer Wagen, der am Umzugsmorgen noch dasteht
Passiert regelmäßig, und bei einer Belegung zwischen 104 und 124 Prozent öfter als in anderen Teilen der Stadt. Deshalb gehört zu unserem Ablauf ein Foto der aufgestellten Schilder mit sichtbarem Datum. Ohne diesen Nachweis lässt sich später nicht zeigen, ab wann das Verbot galt.
Steht am Umzugstag ein Fahrzeug in der Zone, rufen wir die Polizei oder das Ordnungsamt. Ob und wann umgesetzt wird, entscheidet die Behörde, nicht der Umzugsbetrieb, und wir stellen dafür auch keine Wartezeit in Rechnung, solange wir anderswo weiterarbeiten können. Was wir nicht tun: das Fahrzeug selbst bewegen oder die Schilder versetzen.
VorderhausFriedenau zählt anders
Der zweite Ortsteil im Norden hat die älteren Zonen 26, 27 und 28. Die Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage bezeichnet sie als reine Anwohnerzonen, in denen bewirtschaftete Bereiche und reine Bewohnerbereiche nebeneinander liegen.
Die Bewirtschaftungszeiten dieser drei Zonen sind nicht in derselben Form veröffentlicht wie die der sechs Schöneberger Zonen von 2023. Wir raten sie deshalb nicht, sondern lesen sie vor jedem Antrag am Schild vor Ort ab. Das ist ein Anruf mehr und eine Fehlerquelle weniger.